Springschwänze

Die sogenannten Springschwänze sind die Vertreter der Unterklasse der Collembola. Die kleinen Helfer sind mittlerweile in verschiedenen Arten und Größen im Hobby als Futtertier oder Aufräumtrupp für das Terrarium vertreten. Das Größenspektrum reicht von Arten mit einer Größe von unter einem Millimeter bis hin zu 2-3 Millimeter großen Exemplaren.

Die Zucht der Tiere gestaltet sich meist relativ einfach und es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Erfolg zu kommen. Ich persönlich kam bisher mit folgender Methode am besten zum Ziel:

Flache Dosen mit mindestens 20x10x5 (Länge x Breite x Höhe in cm) gefüllt mit einer 2-3 cm hohen Schicht gemischt aus Blumenerde oder Kokoshumus  und etwas Korkgranulat untergemischt. Zum einfachen Absammeln ein paar Stücke Xaxim oder Filterschwamm auf die Oberfläche gelegt. Gefüttert wird mit diversen Gemüsestücken, Fischflockenfutter oder, wer eine hohe Ausbeute möchte, mit einer Mischung aus Eiweißpulver, Trockenhefe, Spirulina und Biokartoffelbreipulver. Wenn man es schafft, täglich 2 mal zu füttern, vermehren sich die Tiere sehr gut und man schafft gut volle Dosen wie sie oftmals im Internet auf Bildern zu sehen sind. Wichtig ist regelmäßig neue Ansätze zu generieren, da die Ansätze irgendwann einbrechen und somit die Futterquelle versiegt. Bezüglich der Temperaturen ist es abhängig was für eine Art man züchten möchte, da es Tiere mit  tropischen ansprüchen aber auch einheimische Vertreter in Zucht gibt. Eine große Gefahr für die Zucht stellen immer wieder Milben da, diese, wenn sie einmal im Zuchtbehälter sind, innerhalb kürzester Zeit die Oberhand gewinnen und keine Springschwänze übrig lassen. Sobald ein Ansatz mit Milben befallen ist, ist es sinnvoll diesen direkt zu entsorgen.


Springschwänze eignen sich nicht nur als Futtertier, sondern können auch gut in Terrarien als Aufräumtrupps eingesetzt werden, da sie neben dem Detritus auch totes Material (Futterreste) vernichten.