Euscorpius THORELL, 1876

Die Gattung Euscorpius THORELL, 1876 beinhaltet bis zu 4cm "große" Skorpione, welche aufgrund ihres schwachen Giftes als medizinisch unbedeutend gelten.

Diese kommen überwiegend im Mittelmeerraum von

Spanien (Euscorpius balearicus CAPORIACCO, 1950)

Südfrankreich (Euscorpius flavicaudis DEGEER, 1778)

Italien (Euscorpius italicus HERBST, 1800, Euscorpius sicanus C. L. Koch, 1837)

bis nach Griechenland (Euscorpius naupliensis C. L. Koch, 1837) vor.

Aber auch in der 

Schweiz, Österreich (Euscorpius italicus HERBST, 1800 Euscorpius alpha CAPORIACCO, 1950)

dem Balkan (Euscorpius hadzii CAPORIACCO, 1950, Euscorpius carpathicus LINNAEUS, 1767)

und sogar in Süd-England (Euscorpius  flavicaudis DEGEER, 1778) gibt es Populationen.

Dort findet man sie in Waldlandschaften oder anderen gut strukturierten Gebieten unter Steinen und Rindenstücken.
Oftmals findet man sie auch in der Nähe von Wohnhäusern (z.B. in Mauerspalten).
 

Farblich variieren die verschiedenen Arten zwischen hellbraun bis hin zu fast schwarz (sehr dunkles braun), wobei die Laufbeine meist heller gefärbt sind.

Euscorpius italicus (0.1 adult / Schweiz) 

 

Zur Pflege im Terrarium, versucht man den natürlichen Lebensraum so gut wie möglich nachzustellen.

Terrarium 15x15x15 - 1.1 E. tergestinus

Die Tiere werden humid gehalten und es ist darauf zu achten, dass eine Temperatur von 26°C nicht längerfristig überschritten wird.

Ebenso darf es nicht zu feucht sein (führt zur Verpilzung) aber auch nicht zu trocken.
Ich empfehle, dass man eine Hälfte des Bodengrunds immer leicht feucht hält und die andere trocken.
 

Adulte Tiere kann man in der Regel Paarweise halten.

Jungtiere sollten aufgrund von Kannibalismus separiert aufgezogen werden. 

Der Geschlechtsdimorphismus ist bei adulten Tieren leicht zu erkennen:

Telson von 1.0 

 1.0

Telson von 0.1

 0.1

Bei Jungtieren geht man über die Anzahl der Pectine. 

 

Gefressen wird alles, was überwältig werden kann.

Adulten Tieren bietet man Insekten wie z.B. Heimchen, Grillen, Kellerasseln oder auch andere Spinnentiere in passender Größe an.

Bei jungen Nachzuchten haben sich Springschwänze, Mikroheimchen und weiße Asseln bewährt. 

Größenvergleich:

 E. tergestinus i2

 

Anbei noch ein paar Bilder dieser Gattung: 

E. tergestinus + NZ i1

1.1 E. tergestinus (Kroatien)

0.1 E. italicus (Schweiz / Tessin) Adulthäutung

 

Bilder und Texte, soweit nicht anders erwähnt

© Markus Ritz

Unerlaubte Nutzung und Verfielfältigung des Materials ist untersagt.