Scolopendra dehaani Brandt, 1840

Für viele Jahre wurde Scolopendra dehaani als Unterart von Scolopendra subspinnipes geführt. Seit 2012 allerdings, konnte der Unterartstatus von Scolopendra subspinnipes durch Christian Kronmüller aufgehoben und Scolopendra dehaani in den Artstatus erhoben werden. Es wird nun eher von einer Scolopendra subspinnipes Gruppe gesprochen.

Scolopendra dehaani

Die Tiere erreichen eine Gesamtlänge von über 20 cm und gehören damit zu einer der größten Art innerhalb der Gattung Scolopendra. Sie weisen eine dunkelbraune Körperfarbe auf,  wohingegen die Beinfarbe, je nach Herkunftsgebiet, von gelb bis orange variieren kann. Auch die gelbfüßigen Tiere besitzen drei orangefarbene Beinpaare - die letzen beiden sowie die Schleppbeine (Siehe Bild von Scolopendra dehaani - Ex Vietnam).

Die Tiere sind in folgenden Ländern zu finden (nach Kronmüller, 2012): Indien, Burma, Bangladesch, Malayische Halbinsel China, Hong Kong, Indonesien, Thailand, Vietnam, Japan, Kambodscha und den Inseln Okinawa, Andaman und Nicobar.

Ihnen wird ein recht energisches und aggressives Gemüt nachgesagt, was ich persönlich nicht bestätigen kann. Für die Haltung sollte aber trozdem darauf geachtet werden, dass das Terrarium eine Mindesthöhe von 30 cm hat. Ideal wären Terrarien und Kunststoffdosen mit den Maßen ab 50x30x30 (Länge x Breite x Höhe in cm). Man sollte wissen, dass alle Tiere aus der Gattung Scolopendra recht schnell sind und auch ohne Probleme durch relativ dünne Spalten kommen. Deshalb muss auf den nötigen Ausbruchsschutz geachtet werden, davon abgesehen sind Terrarien, deren Öffnung sich vorne befinden, nicht geeignet.

Als Futter dienen die gängigen Futtertiere in passender Größe: Schaben, Heimchen, Grillen und Heuschrecken. Man muss allerdings daran denken die Futtertiere, wenn sie nach 1-2 Tagen nicht gefressen wurden, aus dem Becken zu nehmen, da davon auszugehen ist,  dass sich das Tier in der Häutung befindet und somit auch von den Futtertieren verletzt werden könnte. Um die nötige Feuchtigkeit für die Tiere gewährleisten zu können, ist ein mehrmaliges Sprühen pro Woche unerlässlich. Lebende Pflanzen können dazu beitragen das Mikroklima und die Luftfeuchtigkeit zu verbessen, aber auch dabei muss man bedenken, den Tieren keine zusätzlichen Ausbruchsmöglichkeiten zu bieten. Der Bodengrund sollte mindesten 5-10 cm hoch sein, um den Skolopendern das Graben zu ermöglichen. Hier eignet sich besonders gut Erde aus dem Laubwald. Einige Rindenstücke (Korkeiche, Eiche, Pappel) oder flache und leichte Steine bieten den Tieren zusätzliche Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten.

Scolopendra dehaani

Haltungsbox

Literatur:

Kronmüller, Christian.: "Review of the subspecies of Scolopendra subspinipes Leach, 1815 with the new description of the South Chinese member of the genus Scolopendra Linnaeus, 1758 named Scolopendra hainanum spec." SPIXIANA 35.1 (2012) 19-27.