Archispirostreptus gigas (Peters, 1855)

Archispirostreptus gigas ist eine große Schnurfüßerart aus Ostafrika. Die Art wurde 1855 von Peters als Spirostreptus gigas beschrieben und zu der Familie der Spirostreptidae gezählt. Die Tiere sind zwischen 20 - 30 cm groß, wobei die Weibchen um einiges größer sind als die männlichen Exemplare. Die Geschlechtsunterscheidung ist- wie bei Schnurfüssern üblich - anhand der Gonopoden bei männlichen Exemplaren am siebten Körpersegment (vom Kopf aus gesehen). Durch die Gonopoden wirkt es so, als ob den Tieren an dieser Stelle ein Bein Fehlen würde.

Ich halte die Tiere in einem Terrarium mit den Maßen 90x60x120 (Länge x Breite x Höhe in cm), welches mit einer mindestens 20 cm hohen Schicht aus Laubwaldhumus gemischt mit Laub und weißfaulem Holz. Neben dem Bodengrund befinden sich einige dickere Äste und Rindenstücke im Terrarium, welche den Tieren zum Klettern dienen. Die Rück- und Seitenwände des Terrariums sind mit dumklem Presskork ausgestattet um den Tieren weitere Möglichkeiten zum Klettern zu geben. Gefüttert werden die Tiere bei mir mit Gurken, Karotten, Äpfeln, Champignons und derartigem Obst und Gemüse. Da ich vor einigen Jahren einige Ausfällte hatte, verzichte ich auf das Füttern mit Paprika (ist gekauft immer relativ Insektizid belastet) und entferne die Schale bei Obst und Gemüse, welches nicht aus dem eigenen Garten kommt. Da die Tiere gerade gegen Abend und nachts viel am Klettern sind und die adulten Exemplare allgemein recht oft an der Oberfläche zu sehen sind, ist es eine sehr dankbarer Pflegeling im Terrarium. Auf die relativ häufig zu lesende Vergesellschaftung mit größeren Echsen würde ich verzichten, da sich die Tiere nur gegenseitig stören würden, da gerade in einem so geringen Mikrohabitat wie einem Terrarium die Möglichkeiten der Tiere sich aus dem Weg zu gehen einfach zu gering ist. Um zu verhindern, dass das Becken zu trocken wird, befeuchte ich es alle 3-4 Tage mit Hilfe einer großen Drucksprühflasche. Um gerade in der sensiblen Wachstumsphase der Tiere zu verhindern, dass es zu Schäden am Panzer kommt, ist es sinnvoll das Substrat und Futter regelmäßig mit Calcium zu vermischen, wozu sich zermahlene Eierschale oder zermahlene Sepiaschale sehr gut eignen. Man sollte darauf achten, dass man auf Nachzuchten zurückgreift (wenn verfügbar), da gerade die oft im freien Handel angebotenen Tiere Wildfänge sind, bei denen das Alter nicht genau zu bestimmen ist. Die Temperatur in meinem Terrarium schwankt zwischen 24 - 28 ° Celsius.

Adultes Exemplar auf einem Ast

Bei der Paarung

Das besagte Terrarium